Kaufberatung

Maklersoftware 2026: Was eine Software für Immobilienmakler können muss

Funktionen, Kosten, KI, Datenschutz und ein fairer Vergleich in sieben Schritten – damit du die Software findest, die zu deinem Büro passt.

MaklerEngine-RedaktionAktualisiert am 12 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Maklersoftware bündelt Objektverwaltung, Exposé, Portalexport per OpenImmo, Anfragen-CRM und Terminplanung in einem System. 2026 entscheiden vor allem drei Dinge: ob die Software den ganzen Verkaufsprozess vom Maklerauftrag bis zur Übergabe abbildet, ob KI Texte und Bilder nachvollziehbar aus deinen eigenen Objektdaten erzeugt und ob deine Daten DSGVO-konform in der EU verarbeitet werden. Vergleiche Anbieter in einer Testphase mit einem echten Objekt – nicht anhand von „Testsieger“-Listen.

  • Pflicht: Objektakte, Exposé, OpenImmo-Export, CRM, Termine
  • Neu wichtig: geführter Verkaufsprozess mit Vorlagen und Unterschrift
  • KI nur mit deinen Daten und gekennzeichneten Bildern
  • Kosten: Preis je Nutzer, Objektgrenzen und KI-Kontingente vergleichen
  • Testen mit einem echten Objekt statt mit Demo-Daten
  • Datenexport und Serverstandort vor Vertragsschluss klären
Inhalt
  1. Was ist eine Maklersoftware?
  2. Welche Funktionen braucht eine Maklersoftware 2026?
  3. Warum der Verkaufsprozess zum wichtigsten Kriterium geworden ist
  4. Was bringt KI in einer Maklersoftware wirklich?
  5. Was kostet eine Maklersoftware?
  6. Wie vergleiche ich Maklersoftware richtig? In 7 Schritten
  7. Worauf achten bei Datenschutz und Sicherheit?
  8. Wie gelingt der Wechsel der Maklersoftware ohne Datenverlust?
  9. Gibt es einen Testsieger bei Maklersoftware?
  10. Für wen eignet sich MaklerEngine?

Was ist eine Maklersoftware?

Eine Maklersoftware ist ein Programm – heute fast immer eine Web-Anwendung im Abo –, mit dem Immobilienmakler ihre Objekte, Kontakte, Anfragen und Termine verwalten und Immobilien vermarkten. Typische Bausteine sind die Objektverwaltung mit Bildern und Unterlagen, das Exposé, die Übertragung an Portale wie ImmoScout24 oder Immowelt über die Schnittstelle OpenImmo, ein CRM für Interessenten und Eigentümer sowie ein Kalender.

Am Markt gibt es grob drei Kategorien: klassische Maklersoftware mit CRM-Kern (etablierte Anbieter wie Propstack, onOffice oder FLOWFACT gehören in diese Kategorie), Spezialwerkzeuge für einzelne Aufgaben (Exposé-Gestaltung, Terminbuchung, Bildbearbeitung) und All-in-one-Systeme, die Vermarktung, Verkaufsprozess und Anfragen in einem Ablauf zusammenführen. Welche Kategorie passt, hängt davon ab, ob du ein bestehendes CRM behalten oder deinen Ablauf neu aufsetzen willst.

Drei Arten von Software für Immobilienmakler
KategorieStärkenGrenzenPasst zu
Klassische Maklersoftware (CRM-Kern)Kontakte, Objekte, Portalexport, oft viele ErweiterungenVermarktung und Prozess teils über ZusatzmoduleBüros mit gewachsenen Abläufen und eigenem Admin
SpezialwerkzeugeSehr gut in einer Aufgabe (z. B. Exposé, Buchung)Daten doppelt pflegen, MedienbrücheErgänzung zu einem bestehenden CRM
All-in-one-SystemEin Ablauf vom Auftrag bis zur Übergabe, eine DatenbasisUmstieg nötig, falls nicht im Verbund mit dem CRMEinzelmakler und Teams, die Zeit sparen wollen

Welche Funktionen braucht eine Maklersoftware 2026?

Die Grundfunktionen haben fast alle Anbieter. Unterschiede zeigen sich darin, wie gut sie zusammenspielen: Muss ein Objekt für Exposé, Portal und Website dreimal gepflegt werden, oder arbeitet jede Information aus einer Objektakte weiter? Die folgende Tabelle hilft dir, Angebote zu prüfen.

Checkliste: Funktionen einer modernen Maklersoftware
FunktionWarum sie wichtig istPrüffrage an den Anbieter
Objektakte mit UnterlagenGrundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis und Grundrisse an einem OrtGibt es eine Unterlagen-Checkliste je Objektart und einen Upload-Link für Eigentümer?
ExposéErster Eindruck beim Interessenten, Pflichtangaben zum Energieausweis nach § 87 GModG (früher GEG)Entsteht das Exposé automatisch im eigenen Branding?
Portalexport (OpenImmo)ImmoScout24, Immowelt und Co. ohne doppelte PflegeWerden Pflichtangaben vor der Übertragung geprüft? Gibt es Aktualisieren und Zurückziehen?
CRM für AnfragenKeine Anfrage geht verloren, Nachfassen mit VerlaufKommen Portal-Anfragen automatisch ins CRM? Gibt es eine Priorisierung?
Termine und Online-BuchungWeniger Telefon-Pingpong bei BesichtigungenKönnen Interessenten freie Zeiten selbst buchen?
VerkaufsprozessMaklervertrag, Widerrufsbelehrung, GwG, Notar, Übergabe nachvollziehbarGibt es Vorlagen mit Unterschrift am Gerät oder per Link?
AuswertungenEigentümer wollen sehen, was passiertGibt es Reports für Eigentümer und Kennzahlen wie Anfragen je Besucher?
Import und ExportWechsel ohne Datenverlust, keine AbhängigkeitWelche Formate (CSV, OpenImmo) gibt es für Import und Export?

Warum der Verkaufsprozess zum wichtigsten Kriterium geworden ist

Zwischen Auftrag und erster Besichtigung vergehen oft Wochen – meist nicht wegen der Vermarktung, sondern wegen fehlender Unterlagen und offener Formalitäten. Seit Makler nach dem Geldwäschegesetz Verpflichtete sind (§ 2 Abs. 1 Nr. 14 GwG) und Maklerverträge über Wohnungen und Einfamilienhäuser in Textform geschlossen werden müssen (§ 656a BGB), ist die saubere Dokumentation ein eigener Arbeitsbereich.

Eine gute Maklersoftware führt dich deshalb Schritt für Schritt durch den Prozess: Mandat mit Maklervertrag und Widerrufsbelehrung, Identifizierung nach GwG, Beschaffung der Unterlagen, Exposé und Veröffentlichung, Besichtigungen, Reservierung, Notartermin und Übergabe. Wichtig ist, dass Pflichtschritte sichtbar bleiben, bis sie erledigt sind, und dass Dokumente direkt in der Objektakte landen.

Was bringt KI in einer Maklersoftware wirklich?

Künstliche Intelligenz spart dort Zeit, wo heute viel Schreib- und Bildarbeit anfällt. Entscheidend ist nicht, ob „KI“ auf der Funktionsliste steht, sondern womit die KI arbeitet und wo sie läuft.

  • Objekt- und Portaltexte: Die KI sollte aus deinen Eckdaten schreiben und nichts hinzuerfinden. Gut ist, wenn Portalversionen die Feldlängen von ImmoScout24 und Immowelt einhalten und frühere Fassungen erhalten bleiben.
  • Lageanalyse: Entfernungen zu Kita, Schule, Nahverkehr und Einkauf sollten aus echten Geodaten stammen, nicht aus Schätzungen eines Sprachmodells.
  • Bildbearbeitung und [Virtual Staging](/ratgeber/virtual-staging): Aufräumen, Licht, möblieren – mit deutlicher Kennzeichnung „virtuell bearbeitet“ und erhaltenem Original.
  • Chat auf der Objektseite: Ein KI-Assistent kann Fragen außerhalb der Bürozeiten beantworten und Anfragen anlegen – er muss als KI erkennbar sein und darf keine Rechts- oder Finanzierungsberatung geben.
  • Anfragen auswerten: Zusammenfassungen von E-Mails und eine Priorisierung der Leads helfen, die richtigen Interessenten zuerst anzurufen.

Was kostet eine Maklersoftware?

Die meisten Anbieter rechnen monatlich oder jährlich ab, meist je Nutzer, teils gestaffelt nach Funktionsumfang. Vergleiche nicht nur den Grundpreis, sondern die Gesamtkosten für dein Büro über ein Jahr. Typische Preisbestandteile:

  • Grundpreis je Nutzer oder je Büro, Rabatt bei jährlicher Zahlung
  • Grenzen für veröffentlichte Objekte oder Speicher
  • KI-Kontingente (Credits) und was eine Aktion kostet
  • Zusatzmodule: Website, Terminbuchung, Social Media, Reports
  • Einrichtung, Datenübernahme und Schulung
  • Portalgebühren – die zahlst du immer zusätzlich direkt an ImmoScout24 und Co.

Gibt es kostenlose Maklersoftware?

Kostenlose Einstiegsversionen und Testphasen gibt es. Für den produktiven Einsatz fehlen kostenlosen Varianten meist Portalexport, Teamfunktionen oder Speicher. Wichtiger als „kostenlos“ ist eine Testphase ohne Zahlungsdaten, in der du alle Funktionen mit einem echten Objekt ausprobieren kannst.

Preisbeispiel MaklerEngine

Zur Einordnung: MaklerEngine kostet im Tarif Professional 290 € im Monat (2.900 € im Jahr) für eine Person mit 12 veröffentlichten Objekten und 200 KI-Credits, im Tarif Performance 490 € im Monat (4.900 € im Jahr) inklusive einem Nutzer mit 50 Objekten und 1.000 Credits; jeder weitere Nutzer kostet 190 € im Monat. Alle Preise zzgl. MwSt., 14 Tage kostenlos ohne Zahlungsdaten. Details unter Preise.

Wie vergleiche ich Maklersoftware richtig? In 7 Schritten

Ein Vergleich auf Basis von Funktionslisten führt fast immer zu „alle können alles“. Aussagekräftig ist nur ein Test mit deinen eigenen Abläufen. So gehst du vor:

  1. Schritt 1: Anforderungen festlegen

    Schreib deinen Ablauf auf und markiere Muss-Kriterien: z. B. OpenImmo-Export, Online-Buchung, Team mit Rollen, GwG-Dokumentation.

  2. Schritt 2: Zwei bis drei Anbieter auswählen

    Je einen aus jeder passenden Kategorie. Mehr Kandidaten kosten mehr Zeit, als sie Erkenntnis bringen.

  3. Schritt 3: Ein echtes Objekt anlegen

    Nimm ein aktuelles Objekt mit Bildern, Grundriss und Energieausweis. Miss, wie lange du bis zum fertigen Exposé brauchst.

  4. Schritt 4: Portalexport testen

    Prüfe, ob die Software fehlende Pflichtangaben vor der Übertragung meldet und ob Aktualisieren und Zurückziehen funktionieren.

  5. Schritt 5: Eine Anfrage durchspielen

    Stell selbst eine Anfrage über Portal oder Objektseite: Kommt sie im CRM an? Wie schnell kannst du antworten und einen Termin vereinbaren?

  6. Schritt 6: Support und Hilfe prüfen

    Stell eine echte Frage an den Support und lies die Dokumentation. Ein guter Anbieter antwortet schnell und konkret.

  7. Schritt 7: Vertrag und Datenexport klären

    Laufzeit, Kündigungsfrist, Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, Serverstandort und Export deiner Daten bei einem späteren Wechsel.

Worauf achten bei Datenschutz und Sicherheit?

Eine Maklersoftware verarbeitet Ausweisdaten, Telefonnummern, Finanzierungsangaben und Grundbuchinhalte. Damit bist du gegenüber deinen Kunden verantwortlich, der Softwareanbieter ist dein Auftragsverarbeiter. Achte mindestens auf diese Punkte:

  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO
  • Serverstandort in der EU, idealerweise in Deutschland
  • Zwei-Faktor-Anmeldung und Rollen mit abgestuften Rechten
  • Verschlüsselte Speicherung sensibler Angaben (z. B. GwG-Daten)
  • Zugänge zu Portalen und CRM nicht im Klartext in der Datenbank
  • Entfernen von Standortdaten (EXIF/GPS) aus hochgeladenen Fotos
  • Protokollierter Support-Zugriff nur mit deiner Freigabe

Wie gelingt der Wechsel der Maklersoftware ohne Datenverlust?

Der größte Hebel ist ein sauberer Import: Objekte lassen sich meist per OpenImmo (XML oder ZIP mit Bildern) oder CSV übernehmen, Kontakte per CSV. Plane den Wechsel zu einem ruhigen Zeitpunkt und lass beide Systeme kurz parallel laufen, bis alle laufenden Objekte umgezogen sind.

Du musst dein bestehendes CRM nicht immer ersetzen: Einige Systeme arbeiten im Verbund – sie holen die Objekte regelmäßig aus dem CRM und melden neue Interessenten zurück. So nutzt du neue Vermarktungsfunktionen, ohne deine Datenbasis umzuziehen.

Gibt es einen Testsieger bei Maklersoftware?

Einen unabhängigen, regelmäßig wiederholten Test von Maklersoftware wie bei Verbraucherprodukten gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht. Viele „Testsieger“- und Vergleichslisten im Netz sind Werbeseiten oder finanzieren sich über Vermittlungsprovisionen. Sie können ein Startpunkt sein, ersetzen aber nicht deinen eigenen Test.

Die beste Maklersoftware ist die, mit der dein Büro am wenigsten Zeit pro Objekt braucht und keine Anfrage verliert. Miss genau das in der Testphase: Zeit bis zum fertigen Exposé, Zeit bis zur Veröffentlichung, Reaktionszeit auf eine Anfrage.

Für wen eignet sich MaklerEngine?

MaklerEngine ist eine All-in-one-Maklersoftware aus Magdeburg für Einzelmakler und Teams in Deutschland. Sie führt jedes Objekt durch einen Verkaufsprozess, ergänzt Amtsdaten aus der Adresse, schreibt Exposé- und Portaltexte mit KI, veröffentlicht jedes Objekt auf einer eigenen Landingpage und per OpenImmo an die Portale und sammelt alle Anfragen mit Lead-Bewertung in einem Eingang. Mit Mein Revier siehst du dein Gebiet als 3D-Karte mit Kontakten und Käufernachfrage.

Daten liegen in Frankfurt am Main, die KI für Texte läuft über Amazon Bedrock in der EU. Wer Propstack oder onOffice behalten möchte, kann MaklerEngine im Verbund nutzen.

Häufige Fragen

Welche Maklersoftware ist die beste?

Es gibt keinen unabhängigen Testsieger. Die beste Maklersoftware ist die, die deinen Ablauf vom Maklerauftrag bis zur Übergabe abbildet, Portale per OpenImmo bedient, Anfragen zuverlässig sammelt und Daten in der EU verarbeitet. Teste zwei bis drei Anbieter mit einem echten Objekt und vergleiche die Zeit bis zum veröffentlichten Exposé.

Was kostet eine Maklersoftware im Monat?

Die meisten Anbieter rechnen je Nutzer und Monat ab; Unterschiede entstehen durch Objektgrenzen, KI-Kontingente und Zusatzmodule. MaklerEngine kostet 290 € (Professional, 1 Nutzer) bzw. 490 € (Performance inkl. 1 Nutzer, weitere je 190 €) im Monat zzgl. MwSt. Portalgebühren kommen bei allen Anbietern hinzu.

Welche Funktionen muss eine Software für Immobilienmakler haben?

Mindestens Objektverwaltung mit Unterlagen, Exposé, Portalexport per OpenImmo, ein CRM für Anfragen und Kontakte sowie einen Kalender. 2026 kommen ein geführter Verkaufsprozess mit Vorlagen und digitaler Unterschrift, KI für Texte und Bilder sowie Auswertungen für Eigentümer hinzu.

Ist ein CRM dasselbe wie eine Maklersoftware?

Nicht ganz. Ein CRM verwaltet Kontakte, Anfragen und Aufgaben. Eine Maklersoftware umfasst zusätzlich Objektverwaltung, Exposé, Portalexport und oft Vermarktungsfunktionen. Mehr dazu im Ratgeber CRM für Immobilienmakler.

Kann ich meine Daten aus Propstack oder onOffice übernehmen?

Bei vielen Anbietern ja, meist per OpenImmo oder CSV. MaklerEngine importiert aus CSV, OpenImmo, Propstack und onOffice und bietet zusätzlich einen Verbund, bei dem die Daten im bisherigen CRM bleiben.

Ist KI in einer Maklersoftware datenschutzkonform nutzbar?

Ja, wenn der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag anbietet, offenlegt, wo die KI verarbeitet wird, und nur die nötigen Daten übermittelt. Bevorzuge Verarbeitung in der EU und eine Kennzeichnung KI-bearbeiteter Bilder.

Wie lange dauert der Umstieg auf eine neue Maklersoftware?

Mit Import per OpenImmo oder CSV sind die Objekte meist an einem Tag übernommen. Plane zusätzlich Zeit für Büroprofil, Vorlagen und Buchungszeiten ein und lass das alte System kurz parallel laufen, bis alle laufenden Objekte umgezogen sind.

Quellen

  1. § 2 Geldwäschegesetz (GwG) – Verpflichtete, Abs. 1 Nr. 14 Immobilienmakler
  2. § 11 GwG – Identifizierung
  3. § 656a BGB – Textform des Maklervertrags
  4. § 87 GModG (früher GEG) – Pflichtangaben in Immobilienanzeigen
  5. Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Art. 28 Auftragsverarbeiter
  6. OpenImmo – Standard für den Austausch von Immobiliendaten

Early Access

Weniger Papierkram. Mehr Abschlüsse.

MaklerEngine führt jedes Objekt vom Auftrag bis zur Übergabe – mit Vorlagen, KI-Exposé, Landingpage, Portalen und CRM. Trag dich ein und starte zuerst.